Warum das passiert

    Nicht der Standort zählt: Entscheidend ist nicht die Ionisation direkt über dem eigenen QTH (Standort), sondern auf dem Funkpfad zwischen Sender und Empfänger. 

    Der Reflexionspunkt: Auf halber Strecke oder am Wendepunkt des Signals (dem Kontrollpunkt) kann die Elektronendichte der Ionosphäre viel höher sein. Dass Strecken Richtung Süden (Deutschland–Afrika, Arabien etc.) gefühlt immer deutlich früher und stabiler „aufgehen“ als Strecken nach Norden, Westen oder Osten, liegt schlicht am solaren Einfallswinkel: Je weiter das Signal nach Süden wandert, desto steiler steht dort die Sonne und desto massiver ist die Ionosphäre aufgeladen. 

    Schräger Einfall: Durch den flachen Abstrahlwinkel (Skips) und die unterschiedliche Sonneneinstrahlung auf dem Weg zum Empfänger die Grenzfrequenz dort höher als zu Hause.


Signalstärken in der Empfangszone
DR2W DX-Propagation - Karte der Empfangszonen